AIRKUBB Rückblick 2008

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AIRKUBB 2008

Das zweite AirKubb auf dem Flugplatz Rerik Zweedorf war das vielleicht bewegendste Kubbturnier bisher. Es gab aufregenden Sport und große Gesten.

Aus der Sicht der Ostsee-Zeitung vom 15. Juli 2008 stellte sich das Turnier wie folgt dar:

Sachsen hatten im Länderspiel die Nase vorn

90 Aktive aus ganz Deutschland trafen sich am vergangenen Wochenende zum 2. Airkubb-Festival auf dem Flugplatz Zweedorf.

Zweedorf. Das Spiel kommt aus Skandinavien und heißt Kubb. Noch ist das Ganze eine Sache für Insider, aber deren Zahl steigt rasant. Warum das so ist, wurde am Wochenende auf dem Flugplatz Zweedorf bei Rerik deutlich. Am Rande des Rollfelds trafen sich 30 Teams mit insgesamt 90 Aktiven drei Tage lang zum 2. Airkubb-Festival. Damit hatte sich die Zahl der Teilnehmer, die aus ganz Deutschland, vor allem aber aus Sachsen, angereist waren, gegenüber der Premiere im Vorjahr verdoppelt.

Kubb ist ein relativ einfaches Spiel. Man benötigt eine Fläche ? meist auf Rasen ? von acht mal fünf Metern und natürlich die Grundausstattung aus Hartholz: zehn quadratische, etwa 15 Zentimeter hohe Quader, die Kubbs, sowie einen deutlichen größeren Turm, der König genannt wird, und sechs wie Staffelstäbe aussehende Wurfhölzer. Mit denen sollen die Kubbs des Gegners möglichst schnell umgeworfen werden, um dann mit dem entscheidenden Wurf den König zu stürzen. Was sich so einfach liest, kann im Duell zweier etwa gleichstarker Mannschaften durchaus mal weit über eine Stunde dauern.

Was den Reiz eines solchen Turniers ausmacht, wurde in Zweedorf schnell deutlich.DemAlter der Aktiven sind keine Grenzen gesetzt, es schwankte zwischen 15 und weit jenseits der 60. Man bewegt sich an der frischen Luft, genießt die idyllische Lage des Wettkampfortes ebenso wie die familiäre Atmosphäre und hat so jede Menge Spaß. Ein Teilnehmer drückte das so aus: ?Manchmal kegeln sich ein paar Teams auch selbst raus...?

Davon war in Zweedorf allerdings nichts zu sehen. Den Auftakt machte in der Nacht zu Sonnabend ein ?Länderspiel? zwischen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, dessen Ergebnis wir an dieser Stelle verschweigen ? die Sachsen sind halt helle. Am Sonnabend stand das Turnier auf dem Programm, an dessen Ende sich das Rostocker Team ?Fortschritt 99? durchsetzte. Welch' Geist unter den Kubbern herrscht, zeigte das Siegertrio anschließend mit einer großen Geste: Da die ?Fortschrittler? schon im Vorjahr den Hauptpreis, einen Rundflug übers Haff, gewonnen hatten, verzichteten sie auf das luftige Vergnügen und überließen den Zweitplatzierten vom Rostocker Team ?Initiative für mehr Kubblärm? den Blick aus der Vogelperspektive

Als Organisator des Festivals war Matthias Hoelke, der sich als Mädchen für alles um das Wohl jeden Gastes ebenso kümmerte wie um den sportlichen Ablauf, rundum zufrieden. über eine Bekanntschaft hat er den Flugplatz einst als ideales Terrain für die Veranstaltung ausgemacht und bezeichnet das als Glücksfall. ?Ohne die Unterstützung der Flugplatz-Betreiber wäre ein solches Festival nicht möglich?, sagt der 28-Jährige, der bereits die dritte Auflage für 2009 plant.

Von BURKHARD ZINGLER

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